Bevor die Geräteliste steht: Boden, Decke, Zugang, Strom
Share
Die Geräteliste ist der letzte Schritt, nicht der erste
Fast jedes Studioprojekt beginnt gleich: mit einer Liste von Geräten. Das ist verständlich — Geräte sind das Sichtbare, das Greifbare, das, worauf man sich freut. Und es ist die Reihenfolge, an der die meisten Projekte teuer werden.
Denn ob ein Gerät in Ihre Fläche passt, entscheidet nicht das Datenblatt. Es entscheiden vier Dinge, die niemand im Katalog findet: der Weg hinein, der Boden darunter, die Decke darüber und die Steckdose daneben.
1. Der Weg hinein
Ein Kabelzugturm, ein Rack oder eine Beinpresse kommen nicht durch jede Tür. Das klingt banal, ist aber der häufigste Grund, warum ein Liefertag scheitert — und dann steht ein LKW mit laufender Uhr vor dem Haus.
Was vorher feststehen muss:
- Tür- und Aufzugmaße — Breite, Höhe, und ob sich die Tür ganz öffnen lässt oder ein Türschließer im Weg ist
- Treppen und Kurven — ein Treppenabsatz mit 90-Grad-Wende ist ein anderes Maß als die Treppenbreite
- Anfahrt für den LKW — Zufahrt, Wendemöglichkeit, und ob ein Halteverbot beantragt werden muss
Gymleco-Geräte kommen vormontiert. Das verkürzt den Aufbautag erheblich — gerade wenn ein Studio im laufenden Betrieb umgerüstet wird. Es heißt aber auch: Das Gerät ist beim Transport bereits in seiner Endgröße.
2. Der Boden darunter
Der Boden ist der Teil der Einrichtung, den man am seltensten korrigiert und am ehesten unterschätzt. Er richtet sich nach dem, was darauf passiert:
- Wo abgesetzt oder fallen gelassen wird — Langhanteln, Kurzhanteln, Kettlebells — braucht es Gummi in ausreichender Stärke, also Gummifliesen oder ein Gewichtheber-Podest.
- Für Sled-Bahnen und funktionelle Flächen ist Kunstrasen die übliche Wahl. Wichtig ist die nutzbare Laufstrecke, nicht die Breite.
- Für große, offene Flächen und Laufwege gibt es Regupol Everroll als Bahnenware — weniger Fugen, einfacher zu reinigen.
- Für Kurs- und Mattenbereiche reichen leichtere Aufbauten wie Puzzlematten, die sich ohne feste Verlegung umlegen lassen.
Zwei Punkte, die dabei gern untergehen: die Tragfähigkeit der Decke, wenn das Studio nicht im Erdgeschoss liegt, und der Schallschutz nach unten. Beides ist nach der Verlegung nicht mehr zu ändern.
Eine Übersicht über alle Varianten steht unter Böden.
3. Die Decke darüber
Racks, Rigs und Klimmzugstangen brauchen Höhe — und zwar mehr, als das Gerätemaß vermuten lässt. Ein Trainierender an der Klimmzugstange braucht Raum über dem Kopf, und bei Überkopfdrücken kommt die Hantel dazu.
Ähnliches gilt für den Stair Climber: Das Gerät ist hoch gebaut, und wer darauf steht, steht noch einmal deutlich höher.
Wandmontierte Lösungen — Rigs, Dip-Griffe, Wall Bars — setzen zusätzlich eine tragfähige Wand voraus. Wo die nicht vorhanden ist, ist ein freistehendes Rig die richtige Antwort: Es bringt seine Statik mit. Beides finden Sie unter Racks & Rigs.
4. Der Strom daneben
Nur Cardio-Geräte brauchen Anschlüsse — dafür rechtzeitig. Wo die Laufbänder stehen sollen, entscheidet über die Elektroplanung, und Elektroplanung lässt sich nicht in der Woche vor der Lieferung nachholen.
Eine Besonderheit, die Spielraum schafft: motorlose Laufbänder brauchen keinen Stromanschluss. Sie laufen allein durch den Läufer und lassen sich damit frei platzieren. Die Auswahl steht unter Laufbänder.
Was danach kommt
Erst wenn diese vier Punkte geklärt sind, wird die Geräteliste sinnvoll. Dann geht es um das Verhältnis von geführten Bewegungen zu freien Gewichten, um Durchsatz in der Hauptzeit und um Bewegungsraum je Gerät — nicht um Quadratmeter im Grundriss, sondern um die Fläche abzüglich Laufwege.
Und um die Bereiche, an die man zuletzt denkt: Spinde und Umkleide. Rechnen Sie dort mit deutlich mehr Türen als gleichzeitigen Trainierenden — Stoßzeiten und liegengebliebene Schlösser fressen Kapazität.
Wie wir das machen
Vor jedem Angebot gehen wir diese Punkte mit Ihnen durch, telefonisch, vor Ort oder virtuell. Bei Studioprojekten in der Regel mit Flächenplanung. Vor-Ort-Beratung und Aufmaß sind kostenpflichtig; die Kosten richten sich nach Standort und Projektumfang, werden vorab vereinbart und bei Auftragserteilung auf Ihren Einkauf angerechnet — Sie wissen also vorher, woran Sie sind.
Die Verantwortung für die baulichen Voraussetzungen liegt beim Käufer. Verzögerungen oder Mehraufwand, die daraus entstehen, gehen zu seinen Lasten. Genau deshalb klären wir es lieber zweimal vorher als einmal zu spät. Die Einzelheiten stehen unter Lieferung und Montage.
Wer die Geräte vorher sehen will: In unseren Schauräumen auf Schloss Tillysburg in St. Florian und in Kitzbühel geht das nach Terminvereinbarung — Showrooms.
Fragen zu einem konkreten Vorhaben? info@bodyfit-shop.at · +43 5356 90990